Zusammenstehen für eine gerechte Welt
Du willst etwas bewegen? Wir auch! Die Zukunft liegt in unserer Hand. Wir alle sind in unserer globalisierten Welt miteinander verbunden. Negative wie positive Ereignisse in allen Teilen der Erde haben Einfluss auf uns. Zusammen als Menschen für Menschen können wir die Welt für uns alle lebenswert gestalten. Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Menschen die gleiche Chance auf ein selbstbestimmtes Leben haben.
Jede:r kann die Welt zum Besseren verändern, wenn wir es als Menschen für Menschen gemeinsam tun.
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Grünes Schneeballsystem
Die meisten Menschen im ländlichen Äthiopien leben von ihrer eigenen Landwirtschaft. Doch entwaldete Hänge und durch den Klimawandel verursachte Wetterextreme zerstören Ernten und gefährden Menschenleben.
Das Dorf Kabiwobo in der Region Wogdi, einst von Ernteausfällen geplagt, erlebt dank eines integrierten Aufforstungsprojekts von Menschen für Menschen eine erstaunliche Transformation.

Wandiye Asafa, ein 32-jähriger Landwirt, erzählt begeistert: „Vieles ist besser geworden.“ Wo früher Sturzfluten die Felder verwüsteten, stabilisieren nun einheimische Bäume den Boden. Die Ernteerträge steigen, Wasserspeicher füllen sich, und der neu entstandene Wald bietet Viehfutter.
Die Erfolge in Kabiwobo inspirierten Nachbargemeinden wie Gelebe. Yeshi Asafa, eine Bäuerin aus Gelebe, ist voller Tatendrang: „Wenn es bei uns auch grüner wird, möchte ich mein Wissen unbedingt weitergeben.“

Menschen für Menschen richtet überall in den Projektgebieten Baumschulen ein. 301,27 Millionen Baumsetzlinge hat die Stiftung bereits gezogen. Die Felder bleiben fruchtbar, die Brunnen führen mehr Wasser, und die Frauen verdienen als Arbeiterinnen in den Baumschulen häufig zum ersten Mal ihr eigenes Geld.
Das von Menschen für Menschen angestoßene grüne Schneeballsystem in der Region Wogdi ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Gemeinschaften ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen können – und Naturschutz. Denn beides hängt zusammen.
Wasser – Wenn die Angst mitschluckt
Der Zugang zu sauberem Wasser ist in Äthiopien keine Selbstverständlichkeit. Die 40-Jährige Woppe Takele aus dem Dorf Gerona Hirka Kodo in der Region Boreda läuft viermal täglich zu einem Tümpel. Einem Tümpel mit trübem und verschmutztem Wasser – Wasser mit Bakterien und Parasiten, die oft heftige, lebensbedrohliche Magen-Darm-Infektionen verursachen. Wasser, das Woppe Takele für ihre Familie zum Trinken, Kochen und Waschen verwendet.

Anfang letzten Jahres erkrankte Woppe so stark, dass sie fast gestorben wäre. Gerade noch rechtzeitig brachte ihr Mann Koira Uta sie ins nächstgelegene Krankenhaus – 70 Kilometer entfernt. „Jedes Mal, wenn ich trinke, habe ich Angst“, sagt sie. Noch mehr aber bangt sie um ihre Kinder.
Hier beginnt die Arbeit von Menschen für Menschen. Gemeinsam mit der Bevölkerung errichtet unser äthiopisches Team sichere Wasserstellen durch das Einfassen von Quellen und den Aufbau von Wasserversorgungssystemen. Denn sauberes Wasser ist entscheidend für alle Lebensbereiche: Die Menschen bleiben gesund, sie können ihrer Arbeit nachgehen und Einkommen erwirtschaften, Kinder die Schule besuchen. Und Woppe Takele? Sie kann jetzt ohne Angst trinken.


Bildung – Für eine hellere Zukunft
Der zehnjährige Noal aus Gora hat einen Traum: Er will Elektroingenieur werden: „Damit wir in Äthiopien endlich keine Probleme mehr mit der Stromversorgung haben“. Dafür lernt er täglich voller Hingabe, bereitet sich gut vor und will nichts verpassen.
Früher war das schwierig. In der Gora Grundschule in der Region Illu Gelan fand der Unterricht in einer dunklen Hütte aus Holz, Lehm und Stroh statt. Wenig Licht fiel durch die kleinen Fenster.

„Wir konnten die Tafel kaum sehen“, sagt Noal. Er und die anderen Kinder quetschten sich auf die wenigen noch intakten Bänke, auch an Büchern fehlte es. Staub und Lehm führten zu Husten und Augenentzündungen.
Heute lernen Noal und seine 1.100 Mitschülerinnen und Mitschüler in neuen hellen Klassenzimmern an stabilen Stühlen und Tischen mit ausreichend Lehrbüchern. Die knapp 50 Lehrkräfte haben eine große Tafel mit Kreide, die von allen Schülerinnen und Schülern gut gesehen wird. Menschen für Menschen baute die Schule und übergab sie nach ihrer Fertigstellung an die lokale Behörde, die sie jetzt betreibt.
Noals Schule und Zukunft sind ein Stückchen heller geworden – und sein Traum, eines Tages Äthiopiens Stromversorgung zu verbessern, ist näher gerückt.
So einfach ist es zu helfen
Menschen für Menschen
Gesellschaftlicher Zusammenhalt über Länder und Kontinente hinweg ist für unsere Arbeit von zentraler Bedeutung. Denn die Herausforderungen, denen wir begegnen, wie Klimawandel, Armut, Migration sind globaler Natur. Nur gemeinsam können wir sie lösen.
In Äthiopien unterstützen wir die Menschen als lokaler Partner bedarfsorientiert mit Wissen und Sachmitteln dabei, ihre Zukunft selbstbestimmt und aus eigener Kraft zu gestalten.
Gemeinsam mit dir als Mensch für Menschen tragen wir so zu einer gerechten, nachhaltigen Welt bei.