Eine Familie vor ihrem Haus

Neue Rubrik in unserem NAGAYA MAGAZIN

Neue Rubrik in unserem NAGAYA MAGAZIN

Was ist eigentlich ein gutes Leben?

Dieser Frage möchten wir in unserem NAGAYA MAGAZIN in den kommenden Ausgaben nachgehen. Aber was ist unsere Motivation hinter einer eher philosophisch nachdenklichen erscheinenden Rubik wie dieser? Wir als Stiftung beschäftigen uns tagtäglich sehr praktisch und lebensnah mit dieser Frage, indem wir Chancen ermöglichen und zusätzliche Freiheitsgrade für die Bevölkerung im ländlichen Äthiopien schaffen, ihr Leben selbstbestimmter zu gestalten. Um die Frauen, Männer und Kinder in den Projekten zu unterstützen, sich aus den Zwängen der Subsistenzwirtschaft zu befreien, ebnen wir natürlich auch einen Weg in eine Wohlstandsgesellschaft nach westlichem Modell. Doch dieses Gesellschaftmodell stößt, wie wir gerade in besonderem Maße erleben, ganz massiv an seine Grenzen, etwa indem es durch den menschengemachten Klimawandel die eigenen Lebensgrundlagen zerstört und neue Krankheiten und Epidemien generiert. In letzter Zeit fangen u. a. die durch diesen Wohlstand zu unermesslichem Reichtum gelangten Menschen sogar an, an den Grundfesten unserer demokratischen Gesellschaftsordnung zu rütteln, die sie reich gemacht hat.

Uns als gemeinnützige Organisation treibt deshalb die Frage um, wie und an welcher Stelle wir dieser Entwicklung vorbeugen können und damit den Menschen ermöglichen, ihren eigenen Weg eines guten Lebens zu definieren, das nachhaltig erhält und nicht zerstört. Denn dass sie in einem Umfeld von Wasserknappheit, Ernährungsunsicherheit und Analphabetismus verharren, ist auch keine ernstzunehmende Option.

Mit einer Reihe ausgewählter Fragen möchten wir diese Diskussion anregen und gerade in Zeiten wie diesen, den notwendigen Diskurs als „Menschen für Menschen“ mitgestalten und beleben. Ab der ersten NAGAYA-Ausgabe 2025 werden wir deshalb gemeinsam mit Persönlichkeiten, die sich dazu Gedanken gemacht haben, die Frage „Was ist eigentlich ein gutes Leben?“ und „Wohin wollen wir als Gesellschaft?“ von unterschiedlichen Seiten beleuchten und uns einer Antwort aus verschiedenen Blickwinkeln nähern.

Im Gespräch mit: Raúl Krauthausen

Wir freuen uns sehr, dass wir für unsere erste Ausgabe der neuen Rubrik Raúl Krauthausen als Gesprächspartner gewinnen konnten, der sich seit vielen Jahren als Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit einsetzt. Das vollständige Interview finden Sie in unserem Blog zum Nachlesen.

Raúl Krauthausen ist Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit.
Raúl Krauthausen setzt sich mit seinen Ideen und Projekten für eine Welt ein, in der jeder Mensch – unabhängig von Behinderung – gleichberechtigt leben kann. Foto: Anna Spindelndreier
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