Multifunktionale Quellfassung für Dibu
Abgeschlossenes Projektgebiet Borecha (2007 - 2017)
Ausgangssituation
Wie in Dibu: Das Dorf in der Projektregion Borecha zählt 57 Haushalte, also rund 350 Einwohner, die lange Zeit von einer einfachen Quelle abhängig waren. „Aber das Wasser hat nie gereicht, und die Kinder wurden immer wieder krank davon“, sagt Tajure Fares. Eigentlich, so die 45-jährige Bäuerin und Mutter von vier Söhnen, konnte man damit nicht einmal die Wäsche waschen. „Es war sehr verunreinigt. Aber was sollten wir machen? Wir hatten ja nichts anderes.“
Ziele
Menschen für Menschen schafft in den Gemeinden gemeinsam mit den Bewohnern einen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser und sorgt – auch durch Training und Bewusstseinsbildung – für eine nachhaltige Verbesserung der Hygiene- und Gesundheitssituation.
* WaSH steht für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene
Fait Abafita (links), 50, Nutznießerin an der Itissa-Quelle bei Dibu
Maßnahmen
„Ein weiterer Vorteil ist, dass wir es sehr effizient nutzen, was sich gerade in regenschwachen Zeiten auszahlt.“ Allein in den vergangenen sieben Jahren hat Gossay Tadesse den Bau von 49 Quellfassungen und 32 Brunnen in der Region geleitet. „Dabei wählen wir die Standorte sehr genau aus, um sicher zu sein, dass sie auch den gewünschten Erfolg für die Menschen bringen.“
Ergebnisse
„Früher fühlte ich mich schwach, ich war ständig in der Gesundheitsstation, aber wirklich helfen konnten sie mir dort nicht“, sagt Masay. „Doch in den vergangenen zwei Jahren war ich kein einziges Mal dort!“ Die Töchter Derebe, 16, und Bogale, 15, können die weiterführende Schule in der Kleinstadt Seyo besuchen, die von Menschen für Menschen erweitert und modernisiert wurde: „Nun können wir die Kosten für die Schuluniformen und einen Schlafplatz in Seyo tragen.“
Die Menschen in Dibu profitieren auf verschiedene Weise von der Wasserstelle mit den vielen Funktionen: „Wir sind glücklich, dass wir jetzt sauberes Wasser trinken können“, sagt Tajure Fares. „Die Kinder sind viel weniger krank.“ Der neu eingerichtete Waschplatz, so Tajure, sei ebenfalls eine deutliche Verbesserung. „Wir können jetzt viel leichter unsere Wäsche waschen und wringen. Und sie wird auch ohne Seife viel sauberer als vorher.“